NORDWEST schließt Geschäftsjahr 2023 trotz konjunktureller Herausforderungen erfolgreich ab

NORDWEST schließt Geschäftsjahr 2023 trotz konjunktureller Herausforderungen erfolgreich ab

08.05.2024 | Presse

Lesezeit: 10 min

Bilanzpressekonferenz 2024

Dortmund, 08.05.2024 – Der NORDWEST-Konzern hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Geschäftsvolumen von 4.801,2 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang um 17,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Anbetracht der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen des Jahres und den damit verbundenen schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen bewertet NORDWEST dieses Ergebnis dennoch als sehr positiv. Besonders erfreulich ist der erreichte Rekordumsatz im Lagergeschäft und die kontinuierliche Steigerung der Anzahl der Fachhandelspartner.

Der NORDWEST-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von 18,9 Millionen Euro (+0,2 % gegenüber dem Vorjahr) bei einem Ergebnis nach Ertragsteuern von 12,6 Millionen Euro (+1,4 % verglichen mit 2022). Diese Zahlen bestätigen die Überzeugung des NORDWEST-Vorstands, dass das Ergebnis von 2023 unter den konjunkturellen Rahmenbedingungen sogar noch höher zu bewerten ist als das Rekordgeschäftsvolumen und -ergebnis von 2022. 

„NORDWEST verfolgt einen nachhaltigen Ansatz, der vor allem in schwierigen Zeiten für Stabilität sorgt. Es ist daher verständlich, dass es bei einer Unternehmensstrategie, welche auf Stabilität setzt, in guten Jahren nicht ungebremst aufwärts gehen kann. Vielmehr ermöglichen diese Strategie und die damit verbundene Stabilität, dass NORDWEST souverän durch die „raue See“ navigieren kann“, sagte NORDWEST-Vorstand Michael Rolf. Stabilität ist bei NORDWEST aber keinesfalls gleichzusetzen mit Stillstand, denn sobald sich Notwendigkeiten ergeben oder Gelegenheiten eröffnen, unterstützt NORDWEST die Partner und ergreift die Chancen, gemeinsam weiteres Wachstum zu generieren.

Mehr Eigenkapital als Grundlage für Investitionen

Vor dem Hintergrund zukünftiger Investitionen hat NORDWEST in den letzten Jahren den Fokus auf die Eigenkapitalstärkung gelegt. Die Eigenkapitalquote konnte in 2023 von 28,5 % auf jetzt 30,2 % gesteigert werden. Das Eigenkapital des Konzerns liegt damit erstmalig über 100 Millionen Euro. Es war und ist das Ziel, den Wachstumsplänen und Investitionen durch eine angemessene Kapitalstärkung eine solide Basis zu verschaffen. Die in den Krisenzeiten begonnenen Projekte – wie die Planungen für das neue Zentrallager in Alsfeld und die Umstellung der Geschäftsprozesse auf SAP S/4 HANA – und gewährten Unterstützungen zur Bewahrung der Stabilität sorgen anschließend in den Folgejahren für neues Wachstum. Vorstand Jörg Simon erläutert dazu: „Uns ist es wichtig zu betonen, dass bei der Beurteilung der Entwicklung von NORDWEST stets ein längerer Zyklus und nicht nur ein einziges Jahr berücksichtigt wird. Betrachtet man die Entwicklung seit 2015, so hat NORDWEST sein Geschäftsvolumen mehr als verdoppelt und sein operatives Ergebnis (EBIT) noch weiter ausgebaut.“

Neuer Rekordumsatz im NORDWEST-Zentrallager

Der Lagerumsatz des Zentrallagers in Gießen konnte in 2023 auf 245,7 Millionen Euro ausgebaut werden. Damit wurde im Lagergeschäft trotz der schwierigen Bedingungen eine neue Bestmarke erzielt, der Vorjahreswert konnte um starke +5,0 % gesteigert werden. 

Die hohe Warenverfügbarkeit und die herausragende Leistungsfähigkeit des NORDWEST-Zentrallagers in Gießen sind weiterhin von entscheidender Bedeutung für die Fachhandelspartner. „Gemeinsam mit den Industrie- und Fachhandelspartnern ist es NORDWEST im Geschäftsjahr 2023 gelungen, den deutlich gestiegenen Kosten für Beschaffung, Transport, Energie und Personal, den anhaltenden Lieferengpässen sowie einem deutlichen Einbruch in den baunahen Bereichen zu trotzen und dabei den eingeschlagenen Erfolgsweg nicht aus dem Blick zu verlieren“, bewertete NORDWEST-Vorstand Thorsten Sega dieses Ergebnis.

Auch die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich weiterhin sehr erfreulich. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete NORDWEST 69 Neuzugänge, insgesamt waren es zum Jahresende 1.255 Fachhandelspartner (+15 gegenüber dem Vorjahr). Dies verdeutlicht, dass NORDWEST am Markt als verlässlicher und leistungsfähiger Partner wahrgenommen und geschätzt wird. Auch im Jahr 2024 wird mit einer weiteren Ausweitung des NORDWEST-Fachhandelspartnerkreises gerechnet.

Mit Blick auf das Geschäftsvolumen divergiert die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen stark. 

Stahl 

Im Stahlgeschäft führten Nachfrageeinbrüche aufgrund der schwachen Entwicklung, vor allem im baukonjunkturellen Umfeld, sowie erhebliche Preiseinbrüche zu einem deutlichen Rückgang des Geschäftsvolumens.

Der Geschäftsbereich Stahl bei NORDWEST erzielte ein Geschäftsvolumen von 1.691,9 Millionen Euro und verfehlte damit erwartungsgemäß die Volumina des Rekordjahres 2022 deutlich (-37,8 %). Damit ist ein Rückgang eingetreten, der dem Negativszenario entspricht. Darauf war die Prognose im Halbjahresfinanzbericht bereits angepasst worden (Bandbreite von bis zu -45 %).

Bau-Handwerk-Industrie 

Der Geschäftsbereich erzielte vergangenes Jahr ein Geschäftsvolumen von 1.476,5 Millionen Euro und verzeichnete damit einen leichten Rückgang von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei zeigt sich eine starke Divergenz in der Entwicklung der einzelnen Bereiche.

Im Bereich Handwerk-Industrie verlief die Entwicklung uneingeschränkt positiv, da erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro Geschäftsvolumen überschritten wurde. Das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft erreichte 818,3 Millionen Euro und wuchs damit um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auch das Lagergeschäft wurde von den Fachhandelspartnern weiterhin sehr gut angenommen. Mit einem Lagervolumen von 197,9 Millionen Euro wurde das Vorjahr um starke 9,2 % übertroffen. Getragen wurde der Anstieg insbesondere durch den unterjährigen Zugang von neuen Fachhändlern. 

Der Bereich Bau erzielte ein Geschäftsvolumen von 460,3 Millionen Euro und blieb damit um 9,1 % hinter dem Vorjahr zurück. Sowohl das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft (-9,3 %) als auch das Lagergeschäft (-5,6 %) waren vom deutlichen Auftragsrückgang im Bausektor betroffen. Der gesamte Bausektor wurde insbesondere durch die hohe Inflation, hervorgerufen durch einen zum Teil dramatischen Anstieg im Bereich der Energie- und Herstellungskosten sowie die im Vergleich zu den Vorjahren gestiegenen Finanzierungskosten, deutlich belastet. In Folge dieser Entwicklung kam es zu einem spürbaren Nachfrageeinbruch im gesamten Bauhauptgewerbe.

Haustechnik 

Der Geschäftsbereich Haustechnik verzeichnete nach langer Zeit wieder ein Geschäftsvolumen von über 300 Millionen Euro. Mit einem Anstieg von 4,7 % auf insgesamt 312,1 Millionen Euro im Jahr 2023 hat sich dieser Bereich erfolgreich von der schwierigen Marktsituation abgekoppelt. Die positive Entwicklung wurde insbesondere durch die Neuakquisition von Fachhandelspartnern im Vorjahr vorangetrieben. Darüber hinaus konnte der zurückhaltenden Kaufkraft durch den Ausbau des Exklusivmarkensortiments und attraktive Ausstellungskonzepte zur Unterstützung der Fachhandelspartner teilweise entgegengewirkt werden. 

TeamFaktor/Services 

Das Geschäftsvolumen im Geschäftsbereich TeamFaktor/Services lag bei 1.320,7 Millionen Euro und damit nur leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,2 %). Obwohl es positive Entwicklungen im Bereich der klein- und mittelständigen Kunden gab, verhindert insbesondere der Volumenrückgang bei Bestandskunden aus dem Stahlsektor einen Anstieg des Geschäftsvolumens von TeamFaktor/Services.

Die NORDWEST-Aktie

Der Kurs der NORDWEST-Aktie schloss zum 31.12.2023 bei 22,60 Euro ab und stieg damit um 4,6 % gegenüber dem Vorjahresstichtag (31.12.2022: 21,60 Euro). Der Kursverlauf bewegte sich dabei zwischen dem Tiefstwert von 20,00 Euro (31.08.2023) und dem Höchstkurs von 23,80 Euro (02.11.2023). Das NORDWEST-Management schlägt gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,00 Euro je Aktie vor (nach 0,80 Euro je Aktie im Vorjahr).

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